Pädagogik 2.0 – Wutausbrüche und Trotzphasen verstehen – Eltern Ratgeber

Ein jeder Elternteil erlebt sie – Wutausbrüche, Trotzphasen und emotional aufgeblasene Situationen, bei denen einem fast der Kragen platzen könnte.
Auch wenn wir versuchen, uns auf unsere besten Erziehungs-Tipps zu verlassen und versuchen, ruhig zu bleiben – manchmal will die Geduld mit dem Sprössling einfach nicht unendlich sein.

Dass wir Kindern mit Ungeduld und erzieherischen Maßnahmen, die längst überholt sind, begegnen, ist in Anbetracht des fehlenden Wissens über den Ursprung der Emotionen eines Kindes kein Wunder. Soziale Auffälligkeiten und Verhaltensweisen, die als „Schwer Erziehbar“ deklariert werden, sind das Resultat eines viel zu lange präsenten Missverständnisses zwischen Eltern und Kinder.

Pädagogik 2.0 - Wutausbrüche und Trotzphasen verstehen - Eltern Ratgeber - so gehst du mit Wut, Nörgelei & Frust deines Kindes / Kleinkindes richtig um. Schwer erziehbares Kind? Probleme im Kindergarten und der Schule? Soziale Auffälligkeiten und Verhaltensweisen Eltern Tipps und Tricks Vater / Mutter - Umgang Kinder (Schwer Erziehbar) Konsequenzen & Erzieherische Maßnahmen sind überholt & funktionieren nicht. Montessori und Waldorf Wissen - Expertentipps Erziehung und frühkindliche Förderung

Es gibt kein einziges Kind auf der Erde, das nicht schon einmal davon überzeugt wurde, dass seine Gefühle „nicht richtig“ sind.
Egal, ob es um Trauer, Wut oder Eifersucht geht – es wurde uns als Kind immer wieder gesagt, dass wir „uns nicht so anstellen“ sollen oder dass wir „keinen Grund“ für bestimmte Gefühle haben. Oder wir wurden für unsere Wut bestraft.
Und was lernten wir? Selbstliebe – Intuition, innere Führung und all unsere Verbindungen zu unserem höheren Selbst sind nicht relevant.

Wenn wir von anderen Menschen akzeptiert werden wollen, müssen wir uns und unsere Gefühle an das anpassen, was von uns erwartet wird – und das alles lernten wir von Menschen, die auch ihre eigene innere Führung und Verbindung zu ihrem höheren Selbst völlig in den Schatten gestellt haben.

Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, brauchen wir dringend neue Einsichten und ein höheres Bewusstsein über die Bedeutsamkeit eines emotionalen Ausbruchs unserer Kinder.

Nur, wenn wir verstehen, was in unseren Kindern wirklich los ist, können wir voller Verständnis und nach neuen Definitionen „erziehen“ – wir erziehen dann kräftige, selbstbestimmte und mental / emotional gesunde Kinder, die sich auf ihre innere Führung / Intuition verlassen können.
Wir sehen dann Kinder aufwachsen, die sich nicht aus ihrer Bahn werfen lassen und einen „falschen“ Weg einschlagen – einfach weil sie sich ihrer Emotionen entledigen mussten und nun keinen Bezugspunkt zu ihren Grenzn haben.

Dein Ticket zum Verständnis – das will dir dein Kind sagen.

Und wie genau können wir unsere Kinder verstehen? Wie genau können wir aufhören, bei Wutausbrüchen mit künstlichen Konsequenzen zu drohen und stattdessen eine „Auflösung“ des Wutausbruches veranlassen, ganz ohne Anstrengung?

Das Geheimnis der pädagogischen Glanzleistung: Verständnis kultivieren!

Das, was sich in Erziehungs-Kreisen und Eltern-Ratgeber noch nicht wirklich rumgesprochen hat, ist das:

DEIN KIND LÄSST DICH IMMER GENAU DAS FÜHLEN, WAS ES SELBST GERADE FÜHLT.

So einfach ist das. Und dann, wenn du weißt, welchen Nerv dein Kind bei dir gerade trifft, kannst du ganz einfach in es hinein-fühlen. Dein Kind wird mit seiner Handlung / seinem Tun genau die Aufregung in dir hervorrufen, die es selbst gerade innerlich spürt.

Wenn dein Kind sich im Supermarkt auf den Boden legt und dich in Hilflosigkeit und Ungeduld bringt, so ist das exakt das Gefühl, das dein Kind innerlich verspürt und zum Ausdruck bringt.

Wenn dein Kind mutwillig Dinge zerstören will und in dir eine Wut hervorruft, so ist diese Wut in deinem Kind vorrangig schon dagewesen (was auch immer der Auslöser war), jedoch zeigt es dir mit seinen Taten jetzt, wie es sich fühlt.

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Ein Kind, das dich zur Verzweiflung bringt, weil es seine Hausaufgaben nicht machen will, steckt ziemlich sicher gerade in der selben Verzweiflung wie du – weil es keinen Ausweg aus der Pflicht findet.

Ein quengelndes Kind, das deine Aufmerksamkeit möchte und dich nervt, fühlt sich genauso genervt von dir, weil du die ganze Zeit etwas anderes tust.

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Ich könnte die Liste der Beispiele unendlich lange fortführen und dennoch bleibt der Kern der Aussage gleich:

Dein Kind lässt dich das spüren, was es selbst gerade spürt.
Der Schlüssel ist dann also nicht, mit Strafen, Konsequenzen und Ärger auf das Kind einzugehen – so sagst du deinem Kind unterschwellig, dass es nicht okay ist, was es fühlt – und das richtet einen großen Schaden im Inneren eines Kindes an.

Sehen wir es mal so: stelle dir vor, du trauerst um deine geliebte Katze, die bei einem tragischen Unfall ums Leben kam.
Jetzt kommt dein Nachbar um´s Eck, klopft dir auf die Schulter und sagt: „Reiß dich am Riemen, es gibt noch so viele Katzen auf der Welt. Außerdem sind Katzen sowieso total nutzlos und kommen nur, wenn sie etwas brauchen. Kaufe dir doch lieber einen Hund“.

Zaubert solch ein Kommentar deine Trauer weg? Wohl kaum.

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Unsere Emotionen (vor allem die unserer Kinder) sind immer exakt. Sie vermitteln uns immer eine Botschaft – sie sind unser Kompass zu unserem höheren Selbst und zu unserer Intention.

Gefühle sind da und genau so richtig, wie sie aufkommen. Ob die Umstände, die diese Gefühle in uns aufkeimen lassen, Objektiv stimmen, sei mal dahingestellt. Aber Gefühle bedürfen keiner Rechtfertigung – sie brauchen Verständnis.

Egal, was du als Elternteil denkst – dein Kind fühlt, was es fühlt. Und je mehr du dagegen ankämpfst, desto größer wird die Trotz-Reaktion.

Sobald du identifiziert hast, was dein Kind dich fühlen lässt (also was es selbst gerade fühlt), kannst du Verständnis zeigen und ein offenes Ohr für die Gefühle haben. Du kannst sogar helfen, eine Lösung für das gefühlte Problem zu finden. Das kann so aussehen:

„Ich merke, dass du gerade frustriert bist. Ich kann das verstehen – es ist einfach langweilig beim Einkaufen, habe ich recht? Ich sage dir was: wir zählen jetzt zusammen, wieviele gelbe Gegenstände wir finden können/du darfst mir helfen und die schönste Ananas hier vorne aussuchen …“

„Es ist mir bewusst, dass du gerade wütend auf mich bist. Das ist nachvollziehbar. Ich wäre genauso wütend, wenn mir jemand den Besuch auf einem Kindergeburtstag verbieten würde. Wir müssen dennoch eine Lösung finden, wie wir die Hausaufgaben am Wochenende fertig bekommen können und den Kindergeburtstag feiern können …“

„Natürlich bist du sauer, weil ich dir nicht noch eine Schokolade gebe. Das ist verständlich. Ich mag auch so gerne Süßes wie du. Aber weißt du was? Wir finden sicher eine Frucht, die genauso süß ist und gleichzeitig mit Vitaminen dafür sorgt, dass es dir so super geht…“

„Weißt du, ich verstehe dich. Deine Schwester bekommt heute so viele Geschenke und du nicht. Ich hätte auch gerne jeden Tag Geburtstag, das wäre ein Spaß. Wie wäre es, wenn du heute eine ganz ausführliche Wunschliste für deine Geburtstagsgeschenke bastelst?“

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Versuche diese Taktik einmal und sehe, wie schnell sich „verstandene Kinder“ aus ihrer Emotion herausholen lassen – ganz ohne Drohungen und bescheuerten Konsequenzen, die wir alle nicht einhalten wollen.

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Unsere Kinder sind intelligente Wesen – sie sind mit ihrer Intention nur noch viel tiefer verbunden und spüren so viel schneller und intensiver, wenn sie sich gegen etwas sträuben. Alles, was sie brauchen, ist ein offenes Ohr und Verständnis – ganz ohne Bewertungen und besserwisserischen Ratschlägen. Was sie brauchen, ist Aufmerksamkeit und Lösungsansätze, wie sie ihr Problem zufriedenstellend beheben können. Das ist alles.

Pädagogik 2.0 – Wutausbrüche und Trotzphasen verstehen – Eltern Ratgeber – so gehst du mit Wut, Nörgelei & Frust deines Kindes / Kleinkindes richtig um. Schwer erziehbares Kind? Probleme im Kindergarten und der Schule? Soziale Auffälligkeiten und Verhaltensweisen Eltern Tipps und Tricks Vater / Mutter – Umgang Kinder (Schwer Erziehbar) Konsequenzen & Erzieherische Maßnahmen sind überholt & funktionieren nicht.Montessori und Waldorf Wissen – Expertentipps Erziehung und frühkindliche Förderung